Zuckerfreie Müsli-Nuss-Snacks

Dass Zucker unserem Körper schadet, haben wir schon an vielen Stellen erwähnt und wollen wir hier gar nicht weiter vertiefen. Viel interessanter scheint uns die Frage, was denn sinnvolle Zuckerersatzstoffe sind. Und da haben wir in den letzten – ja, man kann schon sagen – Jahren wirklich alles, was der Markt so hergibt, ausprobiert. Wir haben jeden Trend mitgemacht und vieles auf Geschmack, Inhaltsstoffe und Eigenschaften zur Verarbeitung getestet.
Das Problem, das uns immer wieder begegnte: Entweder sind Zuckerersatzstoffe wie die allgemein bekannten Süßstoffe zwar günstig und haben eine sehr hohe Süßkraft, stehen aber entgegen dem, was wir als der Gesundheit zuträglich beschreiben würden. Dann gibt es viele Stoffe, die einen sehr merkwürdigen Eigengeschmack haben, wie z.B. Stevia. Andere machten uns Bauchschmerzen, wie Xylit. Dann stellten wir fest: Das Problem liegt nicht bei den Zuckerersatzstoffen, sondern bei uns: Wir versuchen krampfhaft, einen dem konventionellen Zucker sehr ähnliches Produkt zu finden. Auf dass es all unsere Probleme löse. Das ist natürlich Blödsinn und von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wie soll das auch gehen? Das wäre ja so, als ob man einen Apfel findet, der wie eine Birne schmeckt und am besten auch noch all ihre Eigenschaften hat. Geht natürlich nicht.
Also dachten wir, wir müssen schon bei uns anfangen. Und da kamen wir ganz schnell auf die Frage, warum denn überhaupt alles immer süß sein muss? Eigentlich zu süß, denn was wir mit Zucker tun ist doch, das, was uns die Natur gibt, künstlich zu verändern. Vielleicht sollten wir uns einfach wieder ein Stück mehr zu dem Bewegen, was die Natur bereitstellt und unsere Sinne wieder mehr Aufmerksamkeit schenken, anstatt sie den ganzen Tag mit Reizen zu versorgen.
Diese Erkenntnis wollten wir natürlich gleich in die Tat umsetzen. Herausgekommen sind diese wunderbaren, weichen Müslihappen, die einen Haufen Aromen mit sich bringen und diesmal mit Datteln gesüßt sind. Die haben nämlich noch eine Menge Inhaltstsoffe, die ihr hier nachlesen könnt.
Und weil die Müslihappen so einfach sind und man die meisten Zutaten zu Hause hat, sind sie perfekt für den kleinen Heißhunger zwischendurch.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Backen udn Snacken – und vielleicht probiert ihr es auch einfach mal mit weniger. Denn weniger ist ja bekanntlich meist mehr ;)

 

Eure Catharina
vom PhysioAktiv-Team

 

Zutaten (für ca. 40 Stck.)

* je 6 getrocknete Aprikosen und Datteln
* 100 ml Wasser
* je 50 g Cashewkerne, Walnüsse und Mandeln
* 200 g Haferflocken (Kleinblatt)
* 4 EL Dinkelmehl
* 1 EL Speisestärke
* 1 TL Weinstein-Backpulver
* 60 g geschmolzenes Kokosöl
* 1 Apfel
* Saft einer halben Orange
* 1 Prise Salz, Zimt nach belieben

 

So wird’s gemacht:

  1. Gebt die getrockneten Früchte in einen Topf und giesst 100ml kochendes Wasser darüber. Deckt den Topf ab und lasst die Früchte ca. 10 min. einweichen.
  2. In der Zwischenzeit die Kerne und Nüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten (Achtung: Verbrennen schnell), dann auf einem Teller abkühlen lassen.
  3. Nehmt nun die Aprikosen aus dem Topf, schneidet sie in kleine Stückchen und stellt sie beiseite. Die Datteln lasst ihr mit dem Wasser im Topf und kocht sie auf. Sobald das Wasser kocht, reduziert ihr die Hitze auf eine kleine Stufe und kocht sie für ca. 10 Minuten. Danach püriert ihr sie im Wasser ganz fein, bis kaum noch Stückchen zu sehen sind.
  4. Nun gebt ihr Haferflocken, Mehl, geröstete Nüsse, Aprikosenstückchen, Kokosöl, Salz und eventuell Zimt in eine Rührschüssel. Mischt die Stärke und das Backpulver mit dem Orangensaft und gebt es zu der Mischung. Raspelt den Apfel und gebt ihn hinzu. Zum Schluss die Dattelmasse in die Schüssel geben und alles gut durchmischen.
  5. Lasst die Masse ca. 10 min. quellen. Sie sollte klebrig sein und nicht auseinanderfallen. Ansonsten einfach noch etwas heißes Wasser dazugeben.
  6. Heiz den Backofen auf 180 Grad Umluft vor.
  7. Setzt nun mit zwei Teelöffeln kleine Berge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und back sie für ca. 12 – 15 Minuten, bis die Ränder leicht braun sind auf der unteren Schiene.